Mit weltberühmter Pieta von Ignaz Günther

Das frühere Städtchen Weißenstein wurde 1241 erstmals urkundlich erwähnt und wuchs um die in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstandene Burg herum und erhielt bereits 1391 von den Herren von Rechberg das Stadtrecht verliehen.

Sein heutiges Aussehen erhielt das Schloss Weißenstein mit Staffelgiebeln, Türmen, Erkern und Galerien zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Die Geschichte des Schlosses und der früheren Burg reicht gleichfalls bis ins 12. Jahrhundert zurück. Heute befindet es sich in Privatbesitz und es ist ein Institut für wissenschaftliche Fotografie untergebracht. Das Schloss und das KAGE Museum der Mikrofotografie sind auf Anfrage offen für Besucher aller Art. Dort erwartet einen ein wunderbarer Ausflug in eine andere, ganz besondere Welt.

Friedhofskapelle mit weltberühmter Pieta von Ignaz Günther

In der am Ufer der Lauter stehenden Friedhofskapelle von 1582 steht die 163 cm hohe Pieta aus Lindenholz, ein Spätwerk des berühmten bayrischen Hofbildhauers Ignaz Günther. Kunsthistoriker bezeichnen die Figurengruppe nicht nur als technisch vollendet, sondern auch in seiner ausdrucksstarken Form und künstlerischen Potenz, wie man sie nur bei herausragenden Werken gotischer Plastik findet. Es ist dem Patronatsherrn Freiherr Max Emanuel von Rechberg und Rothenlöwen, der Oberhofmeister am bayrischen Hof war, zu verdanken, dass eine Plastik von solcher Weltgeltung ihren Weg nach Nenningen fand. Die Plastik wurde schon in Ausstellungen in London und Paris sowie auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel gezeigt.